Donnerstag, 29. Juni 2017

Fürs Picknick-Körbchen: Farfalle al pesto di foglie di ravanelli



Jeden Sommer träume ich davon aufs Neue: Von einem üppigen Picknick, bei dem stilvoll alle Klischees erfüllt werden; so richtig nach Rosamunde-Pilcher-Art. Die edle Decke, auf der man sich niederlässt, darauf ein aus Weiden geflochtenes Picknick-Körbchen (habe ich sogar, staubt auf einem Schrank vor sich hin), Geschirr aus Porzellan und feine Leckereien sowie eisgekühlte Getränke. Das alles möglichst noch mit Blick aufs Meer beim Sonnenuntergang.
Kitsch as Kitsch can!
In der Realität haben wir es, soweit ich mich erinnern kann, gerade einmal geschafft mit einem sommerlichen Picknick am Strand. Das lief dann so ab: Nach einem Tag am Meer eine Mischung aus Salzwasser, Sonnencrème und Sand auf der Haut. Es meldet sich der Hunger.
Die Kühlbox, die wir von weit her angeschleppt hatten (Parkplatz-Flaute in Strandnähe), fing an zu schwächeln (soviel zum stilvollen Picknick-Korb - Ihr wisst schon, jener, der auf dem Schrank langsam einstaubt) - wir schwächelten auch! Also Inhalt kontrollieren und aufessen, bevor alles zerfließt.
Pasta fredda, meine Lieblingspasta in den heißen Sommermonaten, war auch dabei. Das weiß ich noch ganz genau. Dazu etwas Obst - Melonenstücke - und Mineralwasser. Nichts mit Champagner im Kristallglas. Nichts mit feinem Porzellan und kleinem Wiesenblumen-Sträußchen - am Meer ersatzweise auch Muscheln - auf der Decke; wir quetschten uns auf der Luftmatratze zusammen.
Die Pasta schlummerte damals im Tuppertöpfchen; absolut Instagram-untauglich.
Aber so muss es in Zukunft nicht ablaufen, denn für was gibt es hübsche, gut verschließbare Gläser?



Sommer, Sonne, Pastaglück, so heißt der  sommerlicher Blogevent, den die liebe Maja von Moey's Kitchen zusammen mit Zorra im Kochtopf ausrichtet.

Sommer, Sonne, Pastaglück!

Das ist doch mein Thema! Den von allem habe ich mehr als genug! Es geht um Nudelsalat, genauer gesagt um:

Nudelsalat im Glas 

Darüber hat Maja auch ein Kochbuch verfasst, das ich leider - noch! - nicht kenne.
So ein Nudelsalat im Glas ist perfekt zum Mitnehmen, entweder zum Sonntagsausflug oder auch ins Büro. Und ich kann endlich wieder in Picknick-Träumen schwelgen.




Zutaten
(für ein Glas von 750 ml Inhalt = 1 Portion)


  • 1 Bund Radieschen mit Grün
  • 15 g Pistazien + 1 El Pistazien zum Bestreuen
  • 20 g Parmigiano Reggiano, frisch gerieben
  • 50 ml Olivenöl extra vergine
  • 40 g Feta
  • Salz
  • 100 g Farfalle (oder andere kurze Pasta)


Die grünen Blätter der Radieschen waschen und trockenschleudern; man benötigt ungefähr 40-50 Gramm.
Zusammen mit den Pistazien, dem Parmigiano, etwas Salz und dem Olivenöl ein Pesto herstellen.



Die Pasta al dente kochen, abgiessen und abkühlen lassen. Dann mit dem Pesto mischen (ich weiche hier von der Vorgabe ab, Zutaten wie Pesto zuerst ins Gläschen zu füllen und darauf die Pasta zu geben. Meiner Ansicht nach schadet es nicht, diese beiden Komponenten gleich zu vermischen).
Pasta in das Glas geben.
Drei bis vier Radieschen fein hobeln und die Scheiben auf die Pasta legen.
Den Feta würfeln und auf die Radieschen geben.
Zum Schluss die übrigen Pistazien grob hacken und über den Feta streuen.

Weitere Rezepte für Pasta fredda, der italienischen Version des Nudelsalats, gibt es hier:




Blog-Event CXXXII - Pastaglueck (Einsendeschluss 15. Juli 2017)


♥♥♥
Un abbraccio
Ariane

Kommentare:

  1. Ach liebe Ariane... Picknick... ein Thema für sich. Ich war eben erst zwei Wochen in London. Du weisst schon, die Engländer... Picknick im Hyde Park... Pferderennen in Ascot mit Nobelpicknick mit Porzellan, Hütchen, Fascinator, Champagner im Glas - ... und das alles auf einer wunderbaren Picknickdecke und so.
    Ich war nicht in Ascot. Aber der gemeine Londoner picknickt tatsächlich und mit Genuss. Jedoch wir haben ganz normale Menschen gesehen, die z.B. am Sonntag im Holland Park gepicknickt haben: Salate aus Tupperschüsseln und Plastikdosen (viele und üppig befüllt), Sandwiches auf Papptellern, Limo aus der Pet-Flasche, Plastiktüten mit Obst etc.
    Ein Pastasalat aus dem Glas finde ich sehr nett. Ich habe sowas schon mal mit auf eine Wanderung genommen. Ist halt einfach eine Schlepperei, hat aber Stil :-) Also unbedingt nachahmenswert.

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    1. Herrlich, Dein Bericht vom englischen Picknick! Ich glaube, mein Mann hat Ähnliches von seiner Zeit in England berichtet; ich muss ihn da noch einmal ausquetschen...:-)
      Oh je, die Schlepperei mit solchen Gläsern habe ich natürlich nicht bedacht. Dann vielleicht doch wieder das Tuppertöpfchen bei der Bergwanderung. :-)

      Saluti
      Ariane

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  2. dein Radischenpesto merke ich mir, meist wirft man die Blätter weg...
    Wir waren im Frühling in Südfankreich und auch die Franzosen sind Picknicker!! Ob auf den Stufen vor dem Papstpalast in Avignon, ob am Flussufer der Ardeche oder beim Pont du Gard... in großen Plastikdosen gibt es zB. Couscous- oder Nudelsalat oder Obstsalat etc. Wer die Riesentaschen mit dem Essen, Tellern und Besteck schleppt, hab ich leider nicht beobachtet.
    Ich bin nicht so die Picknickerin, schon gar nicht auf einer Decke in der Wiese, eher dort, wo es Sitzgelegenheiten und Wasser gibt, lg

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    1. Bislang habe ich auch noch nie die Blätter verarbeitet. Auch weil die Radieschen leider oft nur abgepackt zu finden waren. Und diese dann meist auch ohne Geschmack. :-( Diese habe ich dann im Bio-Markt gefunden; sie waren übrigens sehr scharf. :-)

      Saluti
      Ariane

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  3. Hi Ariane,
    da hast du dieselbe romantische Rosamunde-Pilcher-Vorstellung vom Picknick wie ich. ;) Allerdings hätte ich keine große Lust, das schöne Geschirr und die schönen Gläser zum Picknickort zu tragen, denn der ist in meiner Vorstellung nirgendwo, wo man gut mit dem Auto hinkommt. Dann lieber doch deine Variante mit dem Salat im Glas oder sogar in der Tupperdose. ;)
    LG Melli

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    1. Ich habe eigentlich noch nie einen Pilcher-Roman gelesen, aber das ist so meine Vorstellung davon. :-)
      Natürlich hat man dann auch einen Butler ...;-)


      Saluti
      Ariane


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  4. Ich sehe Euch bildlich vor mir. Und uns gleich mit. Denn außer einem einzigen Picknick (noch in München - also Ewigkeiten her!) haben wir es uns oft vorgenommen und nie geschafft. Die Getränke werden eh viel zu schnell warm, das Essen sieht auch in hübschen Gläsern nach stundenlangem Transport nicht mehr so aus wie auf Deinen hübschen Fotos und die Ameisen wollen auch was abhaben! Glücklicherweise gibt es in München Biergärten, wo man sich die kühlen Getränke frisch zapfen lassen kann. Und im Rheingau gibt es Weingärten, die das Mitbringen von Picknicks erlauben. Vielleicht nicht mit Meerblick - aber in einem Park kann man das doch auch schön machen (oder ist das in Rom nicht erlaubt?). Schönes Wochenende!!

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    1. Dann lass uns mal ein Picknick planen, wenn Ihr uns wieder einmal besucht! :-) Die Parkanlagen in der Stadt finde ich jetzt nicht so geeignete dafür - und ich weiß auch nicht, ob es da erlaubt ist -, aber dann lass uns ans Meer fahren. :-)
      Habt auch ein schönes Wochenende - und hoffentlich ist es bei Euch nicht so heiß!

      Saluti
      Ariane

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  5. Ach Ariane, ich finde, Picknicks werden überbewertet. Meist bekommt man in entsprechenden Zeitschriften den Mund wässrig gemacht mit den wirklich zauberhaften Fotos – aber im wahren Leben sieht das doch ganz anders aus. Wie oben schon erwähnt denkt beim Anschauen solcher Bilder keiner an die Schlepperei der ganzen Habseligkeiten, von den anderen Begleiterscheinungen wie Horden von Ameisen und andere unwillkommene Besucher auf der malerischen Decke ganz zu schweigen.

    Nein, unter einem romantischen Essen in freier Natur verstehe ich etwas anderes! Aber die Vorstellung von Dir und Deinem Liebsten, die mit Sonnencreme und Sand verklebten Körper (das gibt doch erst die richtige Reibung, nicht wahr?) eng aneinander geschmiegt auf einer Luftmatratze am Meer und die lauwarmen Köstlichkeiten aus good old Tupperware mümmelnd – also das hat schon was…

    Nichtsdestotrotz bietet Dein Rezept mir endlich eine Möglichkeit, das Grün meiner üppigen Radieschenpflanzen nicht nur als Salatbeigabe zu nutzen. Dieses Pesto wird also recht bald gemacht und der Farfallesalat dann in den lauen Abendstunden auf unserem Balkon mit Blick auf die Adria genossen – ist mir allemal lieber als jedes Picknick im Grünen. Und auf Eurem Dachgarten wäre das doch sicher nach Sonnenuntergang auch ein ganz besonderes Vergnügen oder?

    Übrigens hat mir die Gartenerfahrung hier in Italien gezeigt, dass Radieschen im trocken-heißen Sommer gerne scharf und manchmal sogar holzig werden können. Sie sind einfach besser in den kühleren Monaten (also von September bis Mai), wenn der Boden insgesamt feuchter ist.

    Saluti da
    Elvira

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    1. Meine Picknick-Träume gebe ich so schnell nicht auf. :-)
      Apropos Radieschen: Die waren schon fast zu scharf, was mich sehr gewundert hatte. Meist finde ich die Radieschen hier sehr fade.
      Du wirst aber sicher ganz wunderbar knackige Blätter haben; was ich Dich um Deine Käuter und das Gemüse beneide...

      Saluti
      Ariane


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  6. Liebe Ariane,

    da träume ich sowas von mit!
    Vielen Dank für deine schöne Pasta-Idee. Gerade erst habe ich ein Radieschengrün-Pesto zu einem Kartoffelsalat gemacht und kann es hier in der Kombination mit den Nudeln und dem Feta förmlich schmecken!
    Liebe Grüße
    Maja

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    1. Das freut mich, liebe Maja, wenn Dir mein Pastasalat gefällt!
      Kartoffelsalat mit Pesto habe auch schon einmal gemacht. Allerdings mit dem klassischen Basilikum-Pesto. Deinen habe ich auch gesehen; der sieht super aus!

      Saluti
      Ariane

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